GERD-Komplikation, Barrett-Ösophagus mit Dysplasie, beschleunigt das Speiseröhrenkrebsrisiko
GERD-Komplikationen und Barrett-Ösophagus mit Dysplasie beschleunigen nach neuen Erkenntnissen das Speiseröhrenkrebsrisiko. Forscher fanden heraus, dass das Speiseröhrenkrebsrisiko bei Patienten mit Barrett-Ösophagus mit Dysplasie achtmal höher ist. Dr. Rajesh Krishnamoorthi von der Mayo-Klinik berichtete auf der Jahrestagung 2015 des American College of Gastroenterology: „Barrett-Ösophagus-Patienten mit einer niedriggradigen Dysplasie-Diagnose, die von erfahrenen GI-Pathologen bestätigt wurde, könnten Kandidaten für eine endoskopische Therapie sein.“ Die empfohlene Behandlungsstrategie für diese Patienten ist die endoskopische Ablation.
Die Forscher untersuchten 952 Patienten mit Adenokarzinom des Ösophagus und bewerteten, ob eine niedriggradige Dysplasie mit einem Progressionsrisiko für Speiseröhrenkrebs verbunden war. Gastrointestinale Pathologen überprüften demografische Daten, endoskopische Befunde, histologische Daten und Biopsieproben aus der Indexdiagnose einer niedriggradigen Dysplasie. Anhand ihrer Ergebnisse konnten sie die Patienten in eine von fünf Gruppen einteilen: bestätigte niedriggradige Dysplasie, Adenokarzinom, hochgradige Dysplasie, unbestimmte Dysplasie oder Barrett-Ösophagus ohne Dysplasie.
Während der 7,8-jährigen Nachbeobachtung entwickelten 15 Patienten eine hochgradige Dysplasie. Die Risikoprogression war bei bestätigter niedriggradiger und unbestimmter Dysplasie höher als in der Gruppe ohne Dysplasie.
Index
Was ist Barrett-Ösophagus?
Barrett-Ösophagus wird häufig als Komplikation der gastroösophagealen sauren Refluxkrankheit (GERD) diagnostiziert. Sie tritt auf, wenn das Gewebe in der Speiseröhre – der Röhre, die den Mund mit dem Magen verbindet – durch darmähnliches Gewebe ersetzt wird.
Dysplasie ist eine Krebsvorstufe, bei der Zellen ähnlich wie Krebs wachsen, aber noch nicht in der Lage sind, in das Gewebe einzudringen. Dysplasie kann behandelt und geheilt werden, bevor sie krebsartig wird.
Barrett-Ösophagus Ursachen und Symptome
Eine genaue Ursache des Barrett-Ösophagus ist unbekannt, aber viele Personen mit dieser Erkrankung haben eine lange Vorgeschichte von GERD. Bei GERD tritt saurer Reflux auf, wenn Säure aus dem Magen in die Speiseröhre gelangt, was das Gewebe der Speiseröhre schädigen kann. In einem Versuch, sich selbst zu heilen, verändern sich die Zellen in der Speiseröhre, bis sie den Darmzellen ähneln, die bei der Barrett-Krankheit zu finden sind.
Es gibt einige Fälle von Barrett-Krankheit, bei denen kein Säurereflux auftritt, und die Ärzte wissen leider nicht, was die zugrunde liegende Ursache ist.
Symptome des Barrett-Ösophagus sind:
- Häufiges Sodbrennen
- Schwierigkeiten beim Schlucken von Nahrung
- Schmerzen in der Brust – aber nicht so häufig
In den meisten Fällen treten bei Personen keine Symptome des Barrett-Ösophagus auf.
Barrett-Ösophagus-Behandlung
Die Behandlung des Barrett-Ösophagus hängt davon ab, ob eine Dysplasie vorliegt. Wenn eine Dysplasie nicht vorhanden oder geringgradig ist, sind die Behandlungsmöglichkeiten wie folgt:
Regelmäßige Endoskopie zur Überwachung der Zellen in der Speiseröhre: Wenn Biopsien keine Dysplasie zeigen, werden alle ein bis drei Jahre Nachuntersuchungen durchgeführt. Wenn eine Dysplasie gefunden wird, können alle sechs Monate Nachuntersuchungen durchgeführt werden.
Behandlung von GERD: Da Barrett-Ösophagus oft eine Komplikation von GERD ist, ist es wichtig, GERD zu behandeln, um sicherzustellen, dass es sich nicht verschlimmert. Die Behandlung von GERD kann Medikamente und Änderungen des Lebensstils umfassen. Möglicherweise ist eine Operation erforderlich, um den Schließmuskel zu straffen, wodurch die Magensäure durchfließen kann.
Bei hochgradiger Dysplasie kann die Behandlung eine der folgenden umfassen:
Endoskopische Resektion: Beschädigte Zellen werden endoskopisch entfernt.
Radiofrequenzablation: Hitze wird verwendet, um anormales Ösophagusgewebe zu entfernen.
Kryotherapie: Abnorme Zellen werden mit kalter Flüssigkeit oder Gas beaufschlagt und anschließend erwärmt. Der Zyklus von Einfrieren und Erhitzen schädigt abnorme Zellen.
Photodynamische Therapie: Abnormale Zellen werden zerstört, indem sie lichtempfindlich werden.
Operation: Der beschädigte Teil der Speiseröhre wird entfernt und dann die Speiseröhre wieder am Magen befestigt.
Barrett-Ösophagus-Diät
Obwohl kein spezieller Diät- und Ernährungsplan gefunden wurde, um Barrett-Ösophagus zu verhindern, gibt es bestimmte Lebensmittel, die bei der Behandlung von GERD helfen können. Zu den Ernährungsumstellungen, die helfen können, die Symptome von GERD zu reduzieren, gehören die Reduzierung fetthaltiger Lebensmittel und das Essen kleiner, häufiger Mahlzeiten anstelle von drei großen.
Die Vermeidung der folgenden Lebensmittel kann Ihnen auch helfen, GERD und Barrett-Ösophagus zu behandeln.
- Schokolade
- Kaffee
- Pfefferminze
- Fettige oder stark gewürzte Speisen
- Tomaten und Tomatenprodukte
- Alkoholische Getränke
