Gehirnfunktion

Das Schizophrenie-Risiko kann durch Gesichtslesen und Fingerlänge aufgedeckt werden

Das Schizophrenie-Risiko kann laut Forschung durch Gesichtslesen und Fingerlänge aufgedeckt werden. Die Ergebnisse deckten auf, dass Defizite in der emotionalen Erkennung ein Vorläufer von Schizophrenie-Symptomen sein und dabei helfen können, diejenigen zu identifizieren, die das höchste Risiko haben, die psychische Störung zu entwickeln.

Es gibt Kriterien, die helfen sollen, Menschen mit Schizophrenie zu identifizieren, aber fast 20 bis 30 Prozent der Patienten, die die Kriterien erfüllen, gehen innerhalb von drei Jahren in eine Psychose über. Die Forscher argumentierten, dass durch die frühere Identifizierung von Risikopersonen durch Algorithmen früher eingegriffen und schwere Psychosen verhindert werden können.

Für die Studie verglichen die Forscher 49 Personen mit hohem Schizophrenie-Risiko mit 31 gesunden gleichaltrigen und geschlechtskontrollierten Personen sowie einer Kohorte von 93 Schizophrenie-Patienten. Der Vergleich untersuchte bei 43 jungen Menschen im Alter von sieben bis 26 Jahren die normale Entwicklung des Gesichts und der auditiven Emotionserkennung.

Defizite in der Hochrisikogruppe wurden mit denen der etablierten Patienten mit Schizophrenie und den gesunden Kontrollpersonen verglichen. Die Erkennung von Gesichtsemotionen wurde mit einem ER40-Tool analysiert, das Farben und Fotos verwendet, um grundlegende Gesichtsemotionen auszudrücken, und die auditive Emotionserkennung wurde ebenfalls mit ER40 gemessen, jedoch unter Verwendung von Audioaufnahmen, die Emotionen vermittelten.

Innerhalb von 2,5 Jahren entwickelten sieben Teilnehmer aus der Hochrisikogruppe eine Schizophrenie. Emotionale Erkennungsdefizite waren stark mit einem Übergang in die Schizophrenie korreliert. Die Verarbeitung von Gesichtsemotionen war mit einer Genauigkeit von 96 Prozent der stärkste Prädiktor.

Die Studie ergab, dass emotionale Defizite wirksame Prädiktoren für zukünftige Schizophrenie sein könnten und das Screening auf diese Defizite Psychosen verhindern sowie eine frühzeitige Interventionsbehandlung anbieten könnte.

Schizophrenie-Risiko bei Männern im Zusammenhang mit der Fingerlänge

Eine alternative Studie untersuchte das Schizophrenie-Risiko, bestimmt durch die Fingerlänge. Die Forscher fanden heraus, dass das Verhältnis der Länge von Zeigefinger und Ringfinger bei Männern mit einem höheren Schizophrenie-Risiko verbunden ist. Wenn der Zeigefinger kürzer als der Ringfinger ist, führt dies zu einem kleineren 2D:4D-Verhältnis, was auf eine höhere Testosteronbelastung im Uterus hindeutet.

Die Studie untersuchte 103 männliche Patienten mit diagnostizierter Schizophrenie und 100 männliche Kontrollpersonen ohne Schizophrenie und deckte auf, dass das Verhältnis zwischen 2D:4D ein Prädiktor für Schizophrenie sein könnte. Es gab signifikante Unterschiede zwischen der Schizophrenie- und der Kontrollgruppe in Bezug auf das Fingerlängenverhältnis an beiden Händen.

Co-Autor Dr. Taner Oznur sagte: „Der Asymmetrieindex zeigte eine moderate Trennschärfe und daher hat der Asymmetrieindex einen potenziellen Nutzen als diagnostischer Test zur Bestimmung des Vorhandenseins von Schizophrenie.“

Schizophrenie-Früherkennung durch Expertensystem

Jüngste Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass eine frühzeitige Diagnose von Schizophrenie durch ein Expertensystem möglich ist. Die Forscher fanden heraus, dass Expertensysteme, die normalerweise zur Problemlösung verwendet werden, auch in der medizinischen Diagnose, insbesondere in der Psychiatrie, von Vorteil sein können.

Übliche Diagnosemethoden für Schizophrenie umfassen eine vollständige psychiatrische Untersuchung, aber das frühzeitige Erkennen von Symptomen kann eine frühere Behandlung ermöglichen, um Komplikationen zu vermeiden, und kann dem Patienten und den Pflegekräften großen Nutzen bringen.

Das Forschungsteam erklärte: „Die Behandlung von Schizophrenie hängt weitgehend von Medikamenten und psychosozialen Interventionen ab. Kein einziger Ansatz wird allgemein als wirksam für alle Patienten angesehen.“ Die Möglichkeit, Schizophrenie frühzeitig zu diagnostizieren, wird Ärzten und Gesundheitsprävention mehr Zeit geben, die geeignete Behandlungsmethode auf der Grundlage der individuellen Bedürfnisse zu finden, anstatt zu warten, bis der Patient Fortschritte gemacht hat, was zu weiteren Komplikationen führen kann.

Christian Busch

Hallo und herzlich willkommen in meiner Gesundheitslinie! Mein Name ist Dr. Christian Busch und ich bin ein leidenschaftlicher Verfechter von Gesundheit und Wellness. Ich glaube, dass ein gesunder Lebensstil für ein erfülltes Leben unerlässlich ist, und ich freue mich darauf, mein Wissen und meine Erkenntnisse mit Ihnen zu teilen.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *